Duales Studium mit eigenem Praxispartner - Leitfaden

Leitfaden für eine erfolgreiche Praxispartnersuche

Ein Duales Studium verbindet Theorie und Praxis – und eröffnet Studierenden die Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen und wertvolle Berufserfahrung zu sammeln. An der accadis haben Studieninteressierte dabei zwei Wege:
  • Option A: Sie wählen einen Praxispartner aus dem bestehenden Kooperationspartnerpool der accadis.
  • Option B: Sie bringen ihren eigenen Praxispartner mit und gehen eigenständig auf die Suche nach einem passenden Unternehmen.

Beide Wege führen erfolgreich ins Duale Studium. Wer sich jedoch für die autarke Suche entscheidet, verfolgt häufig ein klares Ziel: ein Unternehmen zu finden, das exakt zu den eigenen Interessen, Stärken und langfristigen Karriereplänen passt. 

Doch wie gelingt eine erfolgreiche Praxispartnersuche? In unserer Interviewreihe berichten dual Studierende von ihren Erfahrungen – und geben wertvolle Tipps. Daraus haben wir einen kompakten Leitfaden für Sie zusammengestellt.

1. Klarheit über die eigenen Interessen gewinnen

Der wichtigste erste Schritt ist die ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Interessen:
  • In welcher Branche möchte ich arbeiten?
  • Welche Aufgaben interessieren mich besonders?
  • Welche Werte sind mir wichtig?
  • Möchte ich eher international, kreativ, analytisch oder vertriebsorientiert arbeiten?
Studierende berichten, dass diese Klarheit die Suche enorm erleichtert hat. Wer weiß, was er oder sie möchte, kann gezielter recherchieren und überzeugender auftreten.

 Ein häufiger Rat lautet: „Überlegt euch gut, was ihr wirklich machen wollt – dann wird die Suche deutlich einfacher.“

2. Frühzeitig aktiv werden

Erfolgreiche Praxispartnersuchen beginnen selten kurzfristig. Viele Studierende haben bereits vor Studienbeginn Praktika absolviert, Unternehmen frühzeitig kontaktiert, sich über Messen informiert oder bestehende Kontakte genutzt.

Ein Praktikum kann dabei der entscheidende Türöffner sein: Man lernt das Unternehmen kennen – und das Unternehmen lernt die eigene Arbeitsweise kennen. So entsteht Vertrauen, das später den Übergang in ein Duales Studium erleichtern kann. 

Der wichtigste Tipp vieler Studierender lautet daher: früh anfangen – und nicht darauf warten, dass sich die perfekte Gelegenheit von selbst ergibt.

Extra-Tipp: Praxispartner in der Sportbranche finden

Gerade in der Sportbranche ist die Suche nach einem Praxispartner häufig besonders anspruchsvoll. Die Plätze sind begehrt, viele Organisationen sind klein strukturiert – und duale Studienplätze entstehen oft nicht über klassische Ausschreibungen, sondern durch persönliche Kontakte und langfristige Zusammenarbeit. 

Ein besonders sinnvoller Weg kann daher sein, nach dem Abitur zunächst praktische Erfahrung zu sammeln – zum Beispiel über ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport. Wer in genau dem Bereich oder der Sportart ein FSJ absolviert, für die er oder sie wirklich brennt, sammelt nicht nur wertvolle Einblicke, sondern etabliert sich früh im entsprechenden Umfeld. 

Wer sich in dieser Zeit als zuverlässige und engagierte Unterstützung beweist, hat häufig sehr gute Chancen, anschließend auch im Dualen Studium im selben Verein, Verband oder Unternehmen weiterzumachen. In der Sportbranche zählt Vertrauen – und wer bereits Teil des Teams war, bringt einen klaren Vorteil mit.

3. Netzwerke nutzen – und sichtbar werden

Ob über das persönliche Umfeld, Karrieremessen, Online-Plattformen oder Social Media: Kontakte sind ein wichtiger Faktor. Einige Studierende berichten, dass insbesondere der persönliche Austausch auf Messen oder bei Veranstaltungen hilfreich war. Andere haben gezielt Unternehmen angesprochen, bei denen sie bereits praktische Erfahrungen gesammelt hatten. Je mehr man sich zeigt, nachfragt und offen bleibt, desto größer wird die Chance, einen passenden Praxispartner zu finden.

4. Eigeninitiative zeigen und Mehrwert kommunizieren

Unternehmen schätzen Studierende, die Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen möchten. Wichtig sind eine professionelle Bewerbung, eine klare Motivation und die Fähigkeit, den eigenen Mehrwert überzeugend zu vermitteln. Wer darlegt, warum er oder sie fachlich und persönlich gut zum Unternehmen passt, hebt sich positiv ab. Nicht abwarten – selbst aktiv werden. Engagement wird wahrgenommen und häufig auch belohnt.

5. Durchhaltevermögen beweisen

Nicht jede Bewerbung führt sofort zum Erfolg. Gerade in stark nachgefragten Branchen sind Praxisplätze begrenzt. Hier gilt: dranbleiben, nachfragen, Alternativen prüfen. Hartnäckigkeit zahlt sich aus – oft mehr, als man zunächst denkt.

6. Den langfristigen Fit im Blick behalten

Ein eigener Praxispartner bietet einen entscheidenden Vorteil: Sie können gezielt ein Unternehmen auswählen, mit dessen Produkten, Werten und Kultur Sie sich identifizieren. Viele Studierende berichten, dass genau dieser „Perfect Match“-Gedanke ihre Motivation im Dualen Studium besonders stärkt. Wer sich bewusst für ein Unternehmen entscheidet, arbeitet oft mit hoher Identifikation und Engagement.

Fazit: Mut zur eigenen Entscheidung

Ein eigener Praxispartner bedeutet mehr Eigeninitiative – aber auch mehr Gestaltungsspielraum. Wer frühzeitig plant, Klarheit über die eigenen Ziele hat, Kontakte nutzt, professionell auftritt und Durchhaltevermögen zeigt, schafft beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Praxispartnersuche. Der Gewinn ist groß: ein Unternehmen, das wirklich zu den eigenen Interessen passt – und ein Duales Studium, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern persönliche Entwicklung ermöglicht.

Praxisbeispiele aus erster Hand

Wie dieser Weg konkret aussehen kann, zeigen unsere Studierenden in der Interviewreihe „Mein Duales Studium mit eigenem Praxispartner“. Dort berichten sie von ihren individuellen Wegen, Herausforderungen und Erfolgen – und geben authentische Einblicke in ihre Erfahrungen. Entdecken Sie die bisherigen Interviews und lassen Sie sich inspirieren.

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