
In unserer Interviewreihe „Mein Duales Studium mit eigenem Partner“ stellen wir dual Studierende vor, die ihren Praxispartner nicht klassisch über unseren Kooperationspartnerpool gefunden, sondern ihr eigenes Unternehmen mitgebracht haben.
Heute im Interview: Christopher Decker mit seinem Dualen Studium bei der FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH. Christopher studiert International Sports Management B. A. und zeigt, wie viel möglich ist, wenn Engagement, Zielstrebigkeit und Leidenschaft für eine Branche zusammenkommen.
Bei welchem Unternehmen sind Sie tätig?
Ich arbeite bei der FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH.
Was machen Sie aktuell im Unternehmen?
Ich bin in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Zum einen betreue ich Mitgliedsanliegen und unterstütze bei der Organisation von Events. Zum anderen arbeite ich eng mit der Profi-Mannschaft zusammen, übernehme Aufgaben im Social Media Bereich und bin in die Spieltagsorganisation eingebunden. Die Mischung aus administrativen und sportnahen Tätigkeiten macht meinen Alltag sehr abwechslungsreich.
Warum haben Sie sich für die autarke Suche entschieden und keinen accadis-Praxispartner gewählt?
Ich wollte unbedingt Sportmanagement studieren und dabei im Fußball arbeiten. Zwar bietet die accadis bereits Partnervereine an, aber ich wollte meinen Suchradius erweitern. Dabei bin ich beim FSV Frankfurt fündig geworden – und das hat sich als genau die richtige Entscheidung erwiesen.
Was war rückblickend der entscheidende Schritt auf dem Weg zu Ihrem Praxispartner?
Ganz klar: Engagement – und ein bisschen Glück.
Ich wollte vor dem Studium unbedingt praktische Erfahrung im Sport sammeln. Deshalb habe ich mich nach Praktika umgeschaut und bin so auf den FSV Frankfurt gestoßen. Nach einem sehr positiven Eindruck habe ich das Gespräch über ein Duales Studium gesucht – und daraus hat sich alles weitere entwickelt.
Welche Tipps haben Sie für andere, die ihren Praxispartner selbst suchen möchten?
Überlegt euch gut, was ihr wirklich machen möchtet.
In meinem Fall war klar, dass ich im Fußball arbeiten möchte. Dadurch fiel es leichter, passende Unternehmen zu finden. Schaut euch in eurem Umfeld um, informiert euch über passende Betriebe und nutzt Praktika als Chance: Man kann in kurzer Zeit einen starken Eindruck hinterlassen und Unternehmen von sich überzeugen.
Was sind aktuell die größten Herausforderungen im Dualen Studium – und wie gehen Sie damit um?
Definitiv die Doppelbelastung. Mir war das vorher bewusst, und ich habe mich bewusst dafür entschieden. Dennoch sind der Wechsel zwischen Vorlesungen, Prüfungen im Zweiwochenrhythmus und der Arbeit besonders zu Beginn herausfordernd.
Ich habe aber gelernt, meine Zeit besser einzuteilen. Ein guter Ausgleich am Wochenende und Erfolge im Studium oder im Unternehmen helfen dabei, den Kopf freizubekommen und den Blick auf das große Ganze zu behalten.
Was motiviert Sie besonders an Ihrer Arbeit?
Vor allem Wertschätzung und Weiterentwicklung.
Ich merke, dass ich einen Beitrag dazu leiste, das Unternehmen voranzubringen – und dass sich meine Kolleginnen und Kollegen darüber freuen. Besonders motivierend ist, wenn Abläufe durch meine Arbeit besser funktionieren oder sich auch kleine Dinge verbessern.
Was schätzen Sie am Dualen Studium?
Ich bin jede Woche im Unternehmen und aktiv in Prozesse eingebunden. Auch wenn ich nicht täglich vor Ort bin, kann ich mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig entwickle ich mich sowohl praktisch im Beruf als auch theoretisch auf akademischer Ebene weiter – diese Kombination finde ich besonders wertvoll.