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accadis Studienangebot

International Business

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Ihr Weg zur Führungsposition in der Weltwirtschaft: branchen­übergreifende Theorie aller Kernelemente des Manage­ments – stets angewendet auf die Praxis.

Sports Management

Sports Management

Ihr Studium für den Einstieg in das vielschichtige Geschäft der Sportindustrie. Das Ziel: Spitzenpositionen in einer zukunftsträchtigen Branche.

Marketing Media Communication

Marketing, Media and Communication

Studiengänge für kreative Köpfe mit vielfältigen beruflichen Perspektiven auf Management­ebene – strategisch, branchen- oder produktbezogen.

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International Health Care Management

Mit detaillierten Einblicken in die Gesundheitsbranche die eigenen Kompetenzen im Management weiterentwickeln – praxisbezogen und auf internationalem Niveau.

Besinnung auf Werte, Vorbild und Führungsverhalten

podiumsdiskussion sportmanagementage

3. Bad Homburger Sportmanagement-Tage 2017

Korruption im Sport hat Geschichte. „Heile Welt“ auf Knopfdruck ist nicht in Sicht. Aber ein am Möglichen orientierter Fortschritt führt langfristig auf den richtigen Weg. So lautete der Grundton der 3. Bad Homburger Sportmanagement-Tage vom 16. bis 17. Mai 2017. Zahlreiche Interessierte waren der Einladung der Deutschen Olympischen Akademie (DOA), der accadis Hochschule Bad Homburg und der Taunus Sparkasse als Sponsor gefolgt. Die Referenten aus Sport, Wirtschaft und Wissenschaft beleuchteten in Workshops und Vorträgen zum Thema „Compliance und Governance im Sport“ auch unangenehme Themen.

So arbeitet der Sportmanager

Unter den vielen anwesenden Studierenden erfreute sich besonders der VSD-Sportplatz großer Beliebtheit. accadis-Dozent Professor Dr. Gerhard Trosien und accadis-Doktorandin Maria Ratz stellten die Studie „Karrierewege im Sportmanagement“ vor. In dem Forschungsprojekt arbeiten der Verband für Sportökonomie und Sportmanagement e. V. (VSD), die Adecco Stiftung und die accadis Hochschule Bad Homburg zusammen. Auf dem anschließenden Podium erläuterten Wieland Schwarze von der Eintracht Frankfurt Fußball AG, Philipp Straub vom 1. FSV Mainz 05 sowie Timo Simon vom VSD, wie sie ihren Einstieg in die Sportbranche fanden.

Macht Sport Sinn?

„Korruption im Sport existiert seit der Antike“, formuliert Professor Dr. Anne Jakob am Mittwochmorgen in ihrer Keynote. Bereits Kaiser Nero habe die Olympischen Spiele so manipuliert, dass er selbst in allen Disziplinen den Erfolg davontragen konnte. Als kriminelle Handlung stelle Manipulation den Sport als solchen in Frage, so die accadis-Dozentin für Wirtschaftsrecht. „Sport erhält nur durch den fairen Leistungsgedanken Sinn. Ohne ihn ist es fraglich, warum der 400 m-Läufer die vorgegebene Strecke laufen soll“, erklärt die Referentin.

„Medien wollen lauter Engel – wo sollen die herkommen?“

DOA-Vorstandsmitglied Sylvia Schenk wiederum ergänzt in ihrer Keynote: „Im Wettbewerb liegt es in der menschlichen Natur, nach dem eigenen Vorteil zu streben.“ Korruption beschränke sich aber nicht auf die Sportbranche. Gerade Politik und Wirtschaft seien immer wieder von Korruptionsskandalen erschüttert, erläutert Sylvia Schenk und erinnert an den Siemensskandal 2006. Die Historie der Good Governance im Sport wiederum sei noch jung. „Die Medien wollen lauter Engel, aber wo sollen die so schnell herkommen?“ Es gelte nun, Werte und Integrität in den Complianceprogrammen zu stärken. „Sollte Deutschland die Euro 2024 bekommen, ist das eine große Chance, Konzepte zum Kampf gegen Korruption, für mehr Nachhaltigkeit und das Einhalten der Menschenrechte zu entwerfen.“

„Peking 2022 ist noch das kleinere Übel.“

Über die mit Compliance und Korruption verbundenen Dilemmata diskutierte Professor Dr. Holger Preuß mit den Teilnehmern des Workshops „Olympia im Wandel – die Agenda 2020 in der Praxis“. Zwei Hypothesen prägten die Diskussion. Der IOC verliere aufgrund der hohen Geldbeträge im Sportsystem die Kontrolle über die Stakeholder. Im Sport als „Rattenrennen“ greifen die regulierenden Mechanismen nicht mehr. Zudem drohe das System des Leistungssports unter dem Druck durch die Gesellschaft zu reißen. „Ein großer Schaden entsteht zudem durch Interessenskonflikte“, ergänzt Professor Dr. Holger Preuß. „Die Glaubwürdigkeit des Leistungssports nimmt ab. Gleichzeitig missbrauchen autoritäre Systeme die Olympischen Spiele für eigene Interessen. Peking 2022 ist noch das kleinere Übel.“

Ein Fokus auf Corporate Responsibility könne dem Korruptionswirbel Abhilfe schaffen, lautete das Ergebnis des Workshops „S 20 – Corporate Responsibility und Sponsoring“ mit Josef Stadtfeld (S20) und Markus König (S20 und Evonik). Mit den Workshopteilnehmern diskutierten sie die BVB-Evonik-Fußballschule als Corporate Social Responsibility-Projekt, an dem auch der ehemalige Bundesligaprofi Leonardo „Dede“ de Deus Santos mitwirkt.

Fidel Castro im adidas-Anzug

Wie Fairness im Sport funktionieren kann und welchen Einfluss Sponsoren haben, machte in der Abschlussdiskussion Dr. Markus Kürten von adidas deutlich. Mit Inka Müller-Schmäh von der Vereinigung Sportsponsoring Anbieter (VSA) und Moderatorin Sylvia Schenk stellte er sich der Frage „Mehr oder weniger Regulierung in der Sportbranche?“ Während beispielsweise der DFB innerhalb der Lieferkette Fairness von adidas verlange, fordere adidas vom DFB eine gute, transparente Führung. Sponsoring-Partner wie adidas geben sich allerdings entspannt, da sich negative Schlagzeilen der Sportler oder Vereine bisher kaum auf den Sponsor und seine Verkaufszahlen auswirken. „Lediglich als Fidel Castro in einem adidas-Trainingsanzug herumlief, fragten amerikanische Investoren, warum adidas Diktatoren ausstatte“, sagt Dr. Markus Kürten.

Die Sportbranche bewegt sich. „Wir sind gespannt, welchen Schwerpunkt die 4. Bad Homburger Sportmanagement-Tage haben werden“, freut sich Professor Dr. Florian Pfeffel nach dem Gedankenaustausch während des abschließenden Imbiss. „Auch in 2019 werden das Publikum und die Referenten die Facetten des Sports diskutieren.“

Die Referenten und Vorträge 

  • Professor Dr. Anne Jakob, accadis Hochschule Bad Homburg
    Keynote Compliance und Good Governance im Sport 
  • Tobias Knoch, Deutsche Olympische Akademie
    Begrüßung 
  • Markus König, Evonic und S20
    Workshop Corporate Responsibility und Sponsoring 
  • Dr. Markus Kürten, adidas
    Streitgespräch Mehr oder weniger Regulierung|Engagement? 
  • Inka Müller-Schmäh, Vereinigung Sportsponsoring Anbieter
    Streitgespräch Mehr oder weniger Regulierung|Engagement? 
  • Professor Dr. Florian Pfeffel, accadis Hochschule Bad Homburg
    Begrüßung 
  • Professor Dr. Holger Preuß, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Deutsche Olympische Akademie
    Workshop Olympia im Wandel – die Agenda 2020 in der Praxis 
  • Maria Ratz, accadis Hochschule Bad Homburg
     VSD-Sportplatz, Vorstellung Karrierewege im Sportmanagement 
  • Sylvia Schenk, Deutsche Olympische Akademie
    Keynote Führungskultur und Olympische Werte
    Moderation Streitgespräch Mehr oder weniger Regulierung|Engagement? 
  • Wieland Schwarze, Eintracht Frankfurt Fußball AG
    VSD-Sportplatz 
  • Timo Simon, Verband für Sportökonomie und Sportmanagement e. V.
    VSD-Sportplatz 
  • Josef Stadtfeld, S20
    Workshop Corporate Responsibility und Sponsoring 
  • Philipp Straub, 1. FSV Mainz 05
    VSD-Sportplatz 
  • Professor Dr. Yvonne Thorhauer, accadis Hochschule Bad Homburg
    Ausblick 
  • Professor Dr. Gerhard Trosien, accadis Hochschule Bad Homburg
    VSD-Sportplatz, Vorstellung Karrierewege im Sportmanagement

 

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Studienstandort Bad Homburg

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Studieren und Leben mit Flair: Der Kurort Bad Homburg und die Metropolregion Frankfurt am Main

Wer an der accadis Hochschule Betriebswirtschaft (BWL) oder Management studiert, profitiert nicht nur von praxisnahen Studiengängen und erstklassiger Betreuung, sondern auch von der gleichermaßen idyllischen und zentralen Lage der Hochschule.

Der Kurort Bad Homburg liegt nahe der Finanzmetropole Frankfurt am Main, in der zahlreiche global agierende Banken und Konzerne ihren Sitz haben. Auch die Landeshauptstadt Wiesbaden oder der Medienstandort Mainz sind schnell erreicht.

Der Studienort selbst blickt auf eine lange Tradition als Kur- und Kulturstadt zurück und verbindet seine reiche Geschichte ideal mit einer modernen Wirtschaftsstruktur. Mit seinem Kurpark, der Spielbank, Museen sowie zahlreichen Kulturveranstaltungen und Festivals bietet Bad Homburg das ganze Jahr über einen hohen Freizeitwert. Hinzu kommt durch die unmittelbare Nähe zum Taunus Natur pur direkt vor der Haustür. Auch sportlich ist die Hochschulstadt gut aufgestellt, mit Vereinen, Schwimmbädern und Wettkampfstätten. Und wem all das nicht reicht, der findet nur 20 Minuten entfernt in der Metropole Frankfurt noch viel mehr Unterhaltung, Kultur und Sport.

Auch Offenbach, Darmstadt, Hanau, Rüsselsheim und die Landeshauptstädte Wiesbaden (Hessen) und Mainz (Rheinland-Pfalz) sind nicht weit entfernt.

Bad Homburg liegt im Hochtaunuskreis mit den Städten Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg, Steinbach Usingen und Königstein. Angrenzend der Wetteraukreis mit Friedberg, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Butzbach und Karben, der Main-Taunus-Kreis mit Bad Soden, Eschborn, Hofheim, Kelkheim und Hattersheim sowie der Lahn-Dill-Kreis mit Wetzlar.