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„Mein Körper ist das gewohnt.“

felicia mueller

In drei bis sechs Metern Höhe kunstvolle Figuren an einer Metallstange vorführen – das ist das Hobby von accadis-Marketing und Event Management-Studentin Felicia Müller. Duotrapezkunst sieht spektakulär und gefährlich aus. Trapezkünstler benötigen Kraft, Konzentration und starke Nerven, wenn sie mit einem Partner in mehreren Metern Höhe ungesichert Akrobatik vorführen. Über Adrenalinkicks, die Eleganz einer seltenen Sportart, blaue Flecken und Schürfwunden haben wir mit Felicia Müller (FM) in einem spannenden Interview gesprochen.

Felicia Müller, was genau hat man sich unter Trapezsport vorzustellen?

FM: Das Trapez ist vielen aus dem Zirkus bekannt. Es ist eine Metallstange, die an zwei Seilen aufgehängt ist und mehrere Meter hoch in der Luft hängt. In unterschiedlichen Höhen zeigen Trapezkünstler Figuren diverser Schwierigkeitslevel – am Einzel- oder Duotrapez. Die Metallstange des Duotrapez ist länger als die des Einzeltrapez, damit die Hände von zwei Personen darauf Platz finden.

Wie kamen Sie zur Trapezkunst?

FM: In der sechsten Klasse gründeten meine Mitschüler und ich mit einer erfahrenen Sportlehrerin eine Zirkus-AG. Wir übten uns im Jonglieren, im Einrad- oder Hochradfahren oder eben auf dem Trapez. Pro Halbjahr führten wir einen Varieté-Abend auf und studierten dafür in Kleingruppen Nummern ein. Meine beste Freundin und ich haben schnell gemerkt, dass wir Talent für das Duotrapez hatten – zugegebenermaßen als einzige aus der Gruppe – und machten es zu unserem Hobby. Im Laufe der Jahre wurden die Nummern ausgefallener und anspruchsvoller. Gleichzeitig stieg der Schwierigkeitsgrad, da wir größer und schwerer wurden.

Wann und wo trainieren Sie?

FM: Wir trainieren viel zu selten, das muss ich zugeben. Ursprünglich haben meine beste Freundin und ich in unserer Heimat Coburg trainiert. Seit unsere Trainerin nach Ulm gezogen ist, besuchen wir sie öfters, um mit ihr zu trainieren oder beim Training der Kindergruppen zu helfen. Es ist nicht einfach, das zu terminieren, da meine Trapezpartnerin mittlerweile in Würzburg studiert, wo es auch eine Zirkusschule gibt. Dort kommen wir auch öfters einmal zum Training, weil es logistisch einfacher ist.

Wie sieht das Training aus?

FM: Als erstes wärmen wir uns auf, das ist wichtig für die Muskulatur. Dann üben wir ein paar Figuren aus der „Trapezbibel“, wie wir das Buch nennen, in dem zahlreiche Trapezfiguren beschrieben sind. Oft trainieren wir auch unsere „alte“ Nummer, die circa sechs Minuten Laufzeit hat. Das allein ist schon sehr anspruchsvoll.

Wie lange dauert ein Training?

FM: Länger als eineinhalb bis zwei Stunden kann keiner trainieren. Nach dieser Zeit hat man Schwielen an den Händen oder kleine Schürfwunden, denn das Seil ist robust. Aber mein Körper ist das gewohnt.

In welchen Höhen bewegen Sie sich während Ihrer Figuren?

FM: Beim Training hängt das Trapez meistens nicht so hoch, damit wir uns sicherer fühlen. Bei den Auftritten sind es dann aber doch auch mal zwischen vier bis sechs Meter.

Wie kommen Sie an das Trapez, wird es samt Personen nach oben gezogen?

FM: Wir klettern mit einem Vertikaltuch nach oben. Je höher man sich auf dem Trapez halten kann, desto spektakulärere Figuren kann man zeigen.

Ungefährlich klingt das nicht gerade…

FM: Das stimmt. Wenn man nicht aufpasst, kann es zu schweren Verletzungen kommen. Meine Partnerin und ich trainieren ungesichert, am Boden ist nur eine Weichbodenmatte – bei Auftritten sind die Matten manchmal sogar noch dünner. Wir haben bisher viel Glück gehabt, dass auch bei Stürzen aus mehreren Metern nichts passiert ist außer Verstauchungen. Wer aus einer solchen Höhe fällt, kann sich auch das Genick brechen. Man muss den Partner im richtigen Moment auffangen und sein Gewicht halten. Dabei kann es passieren, dass das Gewicht des anderen an den eigenen Armen reißt. Neben schlechtem Timing können auch schwitzige Hände durch Nervosität problematisch werden. Meine Trapezpartnerin und ich haben auch ein „Save“-Wort im Sinne von „Stopp, ich kann nicht mehr“ oder „Du rutschst“.

Am Duotrapez braucht man also eine gehörige Portion Vertrauen dem Partner gegenüber?

FM: Genau. Bei uns ist Vertrauen keine Frage, da wir beste Freundinnen sind. Trotzdem müssen wir aufpassen. Es kann gefährlich werden, wenn man das vollständige Gewicht des anderen tragen muss. Konzentration ist überlebenswichtig. Wenn eine von uns mal fällt, dann nur wenige Zentimeter, bis die andere sie aufgefangen hat.

Sollte man zusätzlich Krafttraining machen?

FM: Das hilft auf jeden Fall. Man braucht am Trapez eine Menge Kraft, um die Figuren auch halten zu können bzw. den jeweiligen Partner.

Wie viele Auftritte absolvieren Sie im Jahr?

FM: Da wir beide studieren, sind es derzeit eher wenige. Oftmals sind die Angebote da, aber das Set-up ist schwierig. Beim accadis-Sommermärchen zum Beispiel gab es keine Möglichkeit, das Trapez an der Decke aufzuhängen. Ein Auftritt ist mir besonders in Erinnerung geblieben. 2010 durften wir an der Ersten Bayerischen Jugendgala im GOP Varieté in München teilnehmen. Das ist ein toller Abend gewesen, verschiedene Künstler zeigten ihr Können und das Publikum konnte bei gutem Essen eine atemberaubende Show genießen. Ansonsten gibt es in Coburg jährlich das Schlossplatzfest vor dem Theater. Und wir waren bereits Programmteil in einem kleinen Zirkus in Würzburg.

Wie gehen Sie mit Aufregung und Lampenfieber um?

FM: Obwohl wir relativ wenig trainieren, beherrschen wir unsere Nummer auch nach langer Pause immer noch gut. Da wir uns beide neben dem Trapez mit anderen Sportarten fit halten, können wir die Nummer meistens auch ohne Probleme aufführen. Wir sind beide vor jedem Auftritt sehr aufgeregt, aber sobald wir dort oben in der Luft sind und den Schmerz in den Gliedern spüren, hilft uns das Adrenalin dabei, alles um uns zu vergessen und uns voll und ganz auf unsere Nummer zu konzentrieren. Wir motivieren uns gegenseitig sehr gut und da wir beide Duotrapez machen, sind wir froh, dass wir nicht alleine dort oben sind.

Gibt es auch Wettkämpfe in der Trapezkunst, wenn ja, haben Sie bereits an Wettkämpfen teilgenommen und wie laufen diese ab?

FM: Wettkämpfe in dem Sinne gibt es eher nicht. Bei der Trapezkunst gibt es eher verschiedene Auftritte. Ob in einem Varieté Theater oder bei Veranstaltungen bzw. Galas, eine Trapezshow ist immer etwas Außergewöhnliches und Atemberaubendes. Bei solchen Shows waren wir schon öfters ein Showpart und haben unser Können unter Beweis gestellt. Doch diesen Sport betreiben nur wenige Leute, da es wie gesagt oft nicht die Möglichkeit für das Set-up oder Training gibt.

Gibt es tendenziell mehr männliche oder weibliche Trapezkünstler?

FM: Bei den Einzeltrapeznummern gibt es, denke ich, genauso viele männliche wie weibliche Trapezkünstler. Jedoch bei den Duotrapezshows sind es meist Pärchen, die ihre Nummer zeigen. Der Mann übernimmt hier oft die schweren Haltefiguren, da er mehr Kraft hat. Deshalb ist es bei uns auch etwas Besonderes, da wir uns beide mit den Haltefiguren abwechseln, um immer wieder neue Kraft zu tanken.

Was fasziniert Sie an der Trapezkunst am meisten?

FM: Der Sport ist selten, oft sieht man Trapezkünstler nur im Zirkus. Es ist einfach etwas Besonderes. Man hat als Trapezkünstler viel Abwechslung, da es so viele verschiedene Figuren gibt, die man einüben kann. Es ist ein Sport, der als Hobby nicht nur aus „Spiel, Wettkampf und Spaß“ besteht. Er stellt auch eine Form der Eleganz dar, jeder ist davon fasziniert. Die Übungen sehen einfacher aus, als sie sind, und haben viel mit Kraft und wie gesagt Vertrauen zu tun. Man gibt als Duotrapezkünstler sein Leben in die Hand des Partners. Das ist gefährlich und faszinierend zugleich. Klar bringt der Sport viele Schmerzen mit sich, parallel hat man aber einen Adrenalinkick, durch den man die Kraft für die Figuren aufbringen kann.

Was ist die größte Herausforderung an der Trapezkunst?

FM: Die größte Herausforderung ist, in immer größerer Höhe immer spektakulärere Figuren zu zeigen. Früher hatten wir einen Trainer aus Berlin, der uns durch bestimmte Tricks gezeigt hat, dass wir unglaublich viel leisten können. Dass es immer eine Möglichkeit gibt, „noch höher“ zu gehen, das triezt und fordert heraus.

Wie hoch ist der Zeitaufwand für Ihr Hobby?

FM: Da wir sehr, sehr wenig trainieren, bauen wir es nicht in unser tägliches Leben ein. Der Sport nebenher hält uns für dieses besondere Hobby natürlich fit, jedoch haben wir einfach zu wenig Zeit, um oft trainieren zu können. Früher haben wir jede Woche trainiert und vor den Auftritten meistens ein ganzes Wochenende lang, wo wir sogar in der Turnhalle übernachtet haben.

Wem empfehlen Sie die Trapezkunst als Hobby, was sollte man mitbringen?

FM: Kraft und Vertrauen sowie Konzentration sind die passenden Stichpunkte für das Duotrapez. Natürlich darf man auch die Höhe nicht unterschätzen, wenn man kopfüber in einer Figur hängt. Man braucht einen Partner, dem man zu 100 Prozent vertrauen kann. Man darf sicherlich auch nicht wehleidig sein und man muss Schmerzen aushalten können. Aber das sind alles Punkte, die man auch im täglichen Leben braucht.

Gibt es Inhalte Ihres Studiums, die Sie auf Ihr Hobby anwenden können?

FM: Die Leadership Skills von Professor Andrea Hüttmann konnte ich bereits erfolgreich beim Trainieren von Kindergruppen anwenden. Auf der anderen Seite kann ich vieles aus dem Hobby auf das Studium und sicher auf später im Beruf anwenden, Lampenfieber bekämpfen, die Nerven behalten, Konzentration.

Soll es beruflich auch in die Richtung gehen?

FM: Früher wollte ich das gern hauptberuflich machen, aber man verdient nicht genug für den Lebensunterhalt. Deshalb habe ich mich für das Studium entschieden. Es ist auch kein Sport, den man noch mit sechzig, siebzig ausüben kann. Und vielleicht kann der Partner nicht so lange sportlich aktiv sein wie man selbst oder umgekehrt. Das sind Faktoren, die in eine berufliche Karriere als Trapezkünstler hineinspielen können. Es bleibt aber auf jeden Fall ein außergewöhnliches Hobby für mich.

Liebe Felicia Müller, vielen Dank für das spannende Interview.

Fotos: (c) Felicia Müller

Übrigens: accadis-Student Jonas Piontek ist neben dem Studium Storm Chaser und jagt mit seiner Kamera auf der ganzen Welt Blitzen hinterher.

Studienstandort Bad Homburg

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Studieren und Leben mit Flair: Der Kurort Bad Homburg und die Metropolregion Frankfurt am Main

Wer an der accadis Hochschule Betriebswirtschaft (BWL) oder Management studiert, profitiert nicht nur von praxisnahen Studiengängen und erstklassiger Betreuung, sondern auch von der gleichermaßen idyllischen und zentralen Lage der Hochschule.

Der Kurort Bad Homburg liegt nahe der Finanzmetropole Frankfurt am Main, in der zahlreiche global agierende Banken und Konzerne ihren Sitz haben. Auch die Landeshauptstadt Wiesbaden oder der Medienstandort Mainz sind schnell erreicht.

Der Studienort selbst blickt auf eine lange Tradition als Kur- und Kulturstadt zurück und verbindet seine reiche Geschichte ideal mit einer modernen Wirtschaftsstruktur. Mit seinem Kurpark, der Spielbank, Museen sowie zahlreichen Kulturveranstaltungen und Festivals bietet Bad Homburg das ganze Jahr über einen hohen Freizeitwert. Hinzu kommt durch die unmittelbare Nähe zum Taunus Natur pur direkt vor der Haustür. Auch sportlich ist die Hochschulstadt gut aufgestellt, mit Vereinen, Schwimmbädern und Wettkampfstätten. Und wem all das nicht reicht, der findet nur 20 Minuten entfernt in der Metropole Frankfurt noch viel mehr Unterhaltung, Kultur und Sport.

Auch Offenbach, Darmstadt, Hanau, Rüsselsheim und die Landeshauptstädte Wiesbaden (Hessen) und Mainz (Rheinland-Pfalz) sind nicht weit entfernt.

Bad Homburg liegt im Hochtaunuskreis mit den Städten Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg, Steinbach Usingen und Königstein. Angrenzend der Wetteraukreis mit Friedberg, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Butzbach und Karben, der Main-Taunus-Kreis mit Bad Soden, Eschborn, Hofheim, Kelkheim und Hattersheim sowie der Lahn-Dill-Kreis mit Wetzlar.