20 Teams entwickeln Start-up-Geschäftsideen
Wie sieht die Bachelor-Abschlussprüfung an der accadis Hochschule Bad Homburg aus? Rund 110 Bachelor-Studierende entwickelten vom 24. bis 29. August 2026 in 20 Teams eigene Geschäftsideen und Geschäftsmodelle. Am 29. August präsentierten sie ihre Ergebnisse im Rahmen der Start-up-Pitch-Abschlussprüfung vor einer Expertenjury zusammengesetzt aus externen Jurymitgliedern sowie Dozierenden und Mitarbeitenden der accadis Hochschule.
Was ist die Start-up-Pitch-Abschlussprüfung der accadis Hochschule?
Die Start-up-Pitch-Woche bildet einen praxisorientierten Bestandteil des Bachelor-Abschlusses an der accadis Hochschule. 2026 fand sie vom 24. bis 29. August statt.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- 20 Studierenden-Teams
- rund 110 Bachelor-Studierende
- acht externe Juroren
- Entwicklung einer Geschäftsidee und eines Geschäftsmodells innerhalb weniger Tage
- Präsentation und Verteidigung der Ergebnisse vor einer Expertenjury
Die Abschlussprüfung ist Teil der Modulreihe Future Skills. Die Studierenden wenden dabei Kompetenzen aus ihrem Studium auf eine praxisnahe unternehmerische Aufgabenstellung an.
Wie entwickeln die Bachelor-Studierenden ihre Geschäftsideen?
Innerhalb der Abschlusswoche entwickeln die Studierenden aus einer Geschäftsidee ein Geschäftsmodell. Dafür müssen sie verschiedene unternehmerische Fragestellungen miteinander verbinden. Dazu zählen unter anderem:
- Definition der Zielgruppe
- Analyse von Markt und Wettbewerb
- Ermittlung von Marktpotenzialen
- Entwicklung von Vertriebsansätzen
- Finanzplanung
- Prüfung der Skalierbarkeit
- Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung im Team
- Vorbereitung und Durchführung eines professionellen Pitches
Am Samstag präsentierten die 20 Teams ihre Ergebnisse. Anschließend mussten sie ihre Annahmen und Entscheidungen gegenüber der Jury begründen und kritische Fragen beantworten.
Welche Themen standen bei den Geschäftsideen 2026 im Mittelpunkt?
Die Geschäftsideen beschäftigten sich mit unterschiedlichen technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Mehrere Themenbereiche spielten dabei eine besondere Rolle:
Künstliche Intelligenz und digitale Services
Studierende entwickelten digitale Lösungen, die beispielsweise bei der Organisation des Alltags oder beim individuellen Lernen unterstützen. Künstliche Intelligenz wurde dabei als Bestandteil neuer digitaler Geschäftsmodelle eingesetzt.
Gesundheit und Fitness
Weitere Konzepte beschäftigten sich mit dem wachsenden Gesundheits- und Fitnessmarkt. Dabei entstanden unter anderem neue Service- und Vending-Ansätze für unterschiedliche Nutzungssituationen.
Nachhaltigkeit und bewusster Konsum
Auch die Frage, wie Ressourcen effizienter genutzt und nachhaltigere Konsumentscheidungen ermöglicht werden können, floss in die Geschäftsideen ein. Die Teams verbanden ökologische Fragestellungen mit der Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger Geschäftsmodelle.
Wer gehörte 2026 zur Jury der Start-up-Pitches?
Die externe Jury setzte sich aus acht Experten mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen zusammen:
- Michael Schenk, SAP
- Michaela Pfeifer, Chief Digital Officer der Stadt Bad Homburg
- Riklef von Schüssler, Allington Investors
- Julius Schweizer, accadis-Alumnus und Managing Director von Gateway
- Ralf Gillich, microfin
- Frederic Friedrichs, Gründer und Inhaber von steinhouse Immobilien sowie Vorstandsmitglied von groundr
- Andreas Bechmann, accadis-Alumnus und Mitgründer von PREVENTIO
- Bledion Vladi, accadis-Alumnus, Mitgründer von PREVENTIO
Damit waren Perspektiven aus Technologie, Digitalisierung, Investment, Venture Capital, Beratung, öffentlichem Sektor und Unternehmertum vertreten.
Die Juroren betrachteten die entwickelten Geschäftsmodelle unter anderem hinsichtlich Marktpotenzial, technologischer Umsetzbarkeit, Finanzierung, Vertrieb und Skalierbarkeit.
Welche Kompetenzen trainieren Studierende während der Abschlusswoche?
Die Start-up-Pitch-Woche verbindet verschiedene fachliche und überfachliche Kompetenzen. Studierende müssen innerhalb eines begrenzten Zeitraums komplexe Fragestellungen analysieren und gemeinsam Entscheidungen treffen.
Trainiert und geprüft werden insbesondere:
- analytisches und unternehmerisches Denken
- Teamarbeit
- Umgang mit Zeitdruck
- Anwendung digitaler Tools
- Präsentationskompetenz
- Argumentationsfähigkeit
- Entwicklung und Bewertung von Geschäftsmodellen
Damit überträgt die Abschlussprüfung Inhalte aus dem Studium auf eine konkrete unternehmerische Aufgabenstellung.
Werden die Geschäftsideen nach der Abschlussprüfung weiterverfolgt?
Für einige Teams könnte aus der Prüfungsleistung ein tatsächliches Gründungsvorhaben entstehen. Vier der 20 Teams baten 2026 darum, ihre Geschäftsideen vorerst nicht öffentlich vorzustellen, weil sie prüfen, ob sie die Konzepte nach dem Studium weiterverfolgen möchten.
Damit zeigt die Abschlusswoche auch eine mögliche Wirkung über das Studium hinaus: Innerhalb weniger Tage können aus ersten Ansätzen Geschäftsmodelle entstehen, deren Potenzial die Studierenden anschließend weiter prüfen.
Wie unterstützt die accadis Hochschule Studierende mit eigenen Gründungsideen?
Studierende, die nach ihrem Bachelor eine Geschäftsidee weiterentwickeln und zugleich einen Master absolvieren möchten, können an der accadis Hochschule das Building Entrepreneurs!-Programm nutzen.
Das Gründungsvorhaben wird dabei mit dem Studium verbunden. Studierende können Prüfungsleistungen auf ihr eigenes Vorhaben beziehen und werden während der Studienzeit durch einen Business Coach aus dem accadis Institute of Entrepreneurship begleitet.