160 Gäste bei den 6. Bad Homburger Sportmanagement-Tagen

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Deutschland auf dem Weg zu Olympia

Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Politik und Wissenschaft diskutierten an der accadis Hochschule über Deutschlands Olympiabewerbung. Für die Studierenden bot die Veranstaltung spannende Einblicke in die Sportbranche und die Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Wie stehen Deutschlands Chancen auf die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044? Welche Herausforderungen erwarten den deutschen Bewerber München? Und wie können Sport und Gesellschaft langfristig von einer erfolgreichen Bewerbung profitieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der 6. Bad Homburger Sportmanagement-Tage, zu denen die accadis Hochschule am 13. Oktober 2026 rund 160 Gäste auf ihrem Campus begrüßte.

Unter dem Motto „Deutschland auf dem Weg zu Olympia“ kamen führende Persönlichkeiten des deutschen Sports mit Fachleuten aus Wissenschaft und Politik sowie Studierenden zusammen. Mit der Konferenz bot die accadis Hochschule erneut eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen des Sportmanagements.

Olympia-Experten geben Einblicke aus erster Hand

Nur gut zwei Wochen nach der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für München als deutschen Bewerber rückten die nächsten Schritte im internationalen Auswahlverfahren in den Fokus. 

Den Auftakt gestalteten Hochschulpräsident Prof. Dr. Florian Pfeffel und Dr. h. c. Ann Kathrin Linsenhoff, Sportbeauftragte des Landes Hessen. In ihrer Begrüßung hob Linsenhoff insbesondere die gesellschaftliche Bedeutung des Sports hervor: Er vermittle Werte wie Fairness, Respekt und Verantwortung und könne Brücken zwischen Menschen bauen. Damit verdeutlichte sie, dass Olympische und Paralympische Spiele weit über sportliche Höchstleistungen hinaus Bedeutung entfalten können.

Anschließend gewährte Kim Bui, DOSB-Präsidiumsmitglied und IOC-Athletenvertreterin, Einblicke in den Weg vom nationalen Bewerbungsverfahren zur internationalen Entscheidung. Mit ihrer Erfahrung als ehemalige Spitzensportlerin brachte sie zugleich die Perspektive der Athletinnen und Athleten ein. 

Stephan Brause, Ressortleiter Olympiabewerbung beim DOSB, stellte das Konzept hinter der Münchner Bewerbung vor und erläuterte die nächsten Herausforderungen auf Deutschlands Weg zu Olympia. 

Generation Z, Paralympics und die Zukunft des Sports

In drei parallelen Fachsessions vertieften die Teilnehmenden zentrale Fragestellungen des Bewerbungsprozesses und des modernen Sportmanagements. 

Welche Kriterien entscheiden bei der Auswahl eines Olympiabewerbers? Wie verändert die Generation Z mit ihrem Medien- und Eventkonsum die Zukunft von Sportgroßveranstaltungen? Und welche Rolle spielen die Paralympics bei der Planung und Bewertung einer Bewerbung? Diesen Fragen widmeten sich Expertinnen und Experten aus Sportverbänden, Forschung und Praxis.

Den Abschluss des fachlichen Programms bildete eine Podiumsdiskussion über Deutschlands Chancen im internationalen Wettbewerb. Unter der Moderation von HR- und ARD-Sportjournalist Florian Naß diskutierten Kim Bui, Stephan Brause, Jens-Uwe Münker aus dem zuständigen hessischen Ministerium sowie Prof. Dr. Thomas Bezold von der Hochschule Heilbronn über mögliche Austragungsjahre, Erfolgsfaktoren und die langfristigen Auswirkungen Olympischer und Paralympischer Spiele. 

Dabei wurde auch deutlich: Eine Olympiabewerbung sollte nicht allein den Spitzensport im Blick haben, sondern möglichst dem gesamten Sport zugutekommen – von den Vereinen bis zur Nachwuchsförderung. 

Wertvolle Branchenkontakte direkt auf dem Campus

Für die Sportmanagement-Studierenden der accadis Hochschule waren die Sportmanagement-Tage eine besondere Gelegenheit, über den Hörsaal hinauszublicken. Sie konnten führende Persönlichkeiten der deutschen Sportlandschaft persönlich kennenlernen, Fragen stellen und Einblicke in aktuelle Herausforderungen der Branche gewinnen. Ob während der Vorträge, in den Pausen oder beim anschließenden Get-together: Die Konferenz bot zahlreiche Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu erweitern. Damit wurde ein zentraler Bestandteil des Sportmanagement-Studiums an der accadis Hochschule erlebbar: die enge Verbindung zwischen wissenschaftlichem Wissen, praktischen Erfahrungen und persönlichem Austausch mit der Sportbranche. 

Sportmanagement-Kompetenz aus Bad Homburg

Die Bad Homburger Sportmanagement-Tage verdeutlichten zugleich die fachliche Ausrichtung der accadis Hochschule. Mit ihrer Sports Management Research Group beschäftigt sich die Hochschule intensiv mit aktuellen Fragestellungen der Sportwirtschaft, insbesondere mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen. 

Wie relevant diese Forschung für die Region ist, zeigte bereits die wissenschaftliche Untersuchung der UEFA EURO 2024. Darin analysierte die accadis Hochschule die ökonomischen und gesellschaftlichen Effekte der Fußball-Europameisterschaft auf die Metropolregion FrankfurtRheinMain. 

Für Hochschulpräsident Prof. Dr. Florian Pfeffel, zugleich Leiter der Sports Management Research Group, steht neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung insbesondere die Vernetzung im Mittelpunkt. ER bezeichnete die Veranstaltung als „eine Plattform für Austausch und Vernetzung der regionalen und überregionalen Sportmanagement-Community“. 

Die mittlerweile sechste Auflage der Sportmanagement-Tage zeigt, wie die accadis Hochschule wissenschaftliche Kompetenz, Kontakte in die Sportbranche und praxisorientiertes Studium miteinander verbindet. 

Gemeinsam für die Zukunft des Sports

Die 6. Bad Homburger Sportmanagement-Tage wurden gemeinsam mit dem DOSB, der Deutschen Olympischen Akademie, der Deutschen Olympischen Gesellschaft, dem Landessportbund Hessen und dem Land Hessen veranstaltet. 

Ein besonderer Dank gilt allen Referierenden, Mitveranstaltern, Unterstützern und Teilnehmenden sowie dem Organisationsteam der Sports Management Research Group. Zu den Unterstützern zählten unter anderem die Stadt Bad Homburg, die Spielbank Bad Homburg, die Kur- und Kongreß-GmbH und LOTTO Hessen. 

Die vielen Impulse und Begegnungen haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis für die Weiterentwicklung des Sports ist.